Über mich

Kunst hat immer auf verschiedene Weise eine zentrale Rolle in meinem Leben gespielt. Angefangen hat das schon vor meiner Geburt. Mein Vater war Kunsthistoriker und hat mir seine Gene und die Leidenschaft für Kunst in die Wiege gelegt. Als ich das erste Mal gefragt worden bin was ich werden will, habe ich geantwortet: Künstlerin oder Rentnerin. Rentnerin als Alternative, falls es mit dem Malen nicht klappt, weil ich dann genügend Zeit für Kunst hätte. Um beides gleichzeitig zu werden, brauche ich noch ein paar Jahre. Durch meinen unbändigen Zwang zur Kreativität bin ich eigentlich ein Leben lang Künstlerin gewesen, aber erst mit dem Erwerb des Diploms als Kunstpädagogin bin ich es offiziell  geworden. Einige Jahre habe ich mich überwiegend um meine Familie gekümmert. Mit dem Kauf meines Hauses zum Millennium konnte ich ein Atelier einrichten und dort Malkurse geben. Angefangen habe ich das unter dem Namen „Atelier Beata Hofmeister“. Mein Vorname Beata stammt aus Polen. Ich bin erst 1989 nach Deutschland gekommen. Der Nachname stammt von meinem Exehemann. Für jemanden, der Kurse anbietet, ist es das Wichtigste, viele und vor allem die neuesten Maltechniken zu beherrschen. Aus diesem Grund probiere ich andauernd neue Maltechniken aus und habe auch einige selbst entwickelt. Aus den verschiedenen Maltechniken ergeben sich die Themen meiner Bilder. Die meisten Bilder habe ich für Kurse, Artikel, für Magazine, Ausstellungen u.ä. gemalt und ganz wenige für mich selbst. Dabei sind gerade diese die besten. Ich dachte immer, die Welt ist mit Bildern überschüttet und braucht nicht noch meine Bilder. Als mein Sohn mich gebeten hat, alle meine Bilder ihm zur vererben, haben meine Bilder ihre Existenzberechtigung bekommen. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, mit der Auftragsmalerei aufzuhören und diese Zeit für das Malen meiner Bilder zu nutzen.

 Ich liebe es, immer wieder zu ändern. Auch meinen Namen und den Namen meines Ateliers habe ich 2017 geändert auf „Atelier Fleissig und Faul“. Keine Name passt besser zur mir als Fleissig. Er ist als ein Pendant zu dem meines Lebens- und Kunstgefährten Otfried Faul gedacht. Verliebt habe ich mich erst in die Skulpturen von Otfried, ohne ihm zuvor begegnet zu sein und war mir ganz sicher, dass er der Mann meines Lebens ist.  

In seinen Skulpturen sah ich all das, was ich dann auch in ihm selbst gefunden habe: Lebensgenuss, Humor, Experimentierfreude, Geschmack, Kunstverständnis, Sensibilität. Seine Werke waren keine egozentrischen Werke, in denen jemand rein intuitiv arbeitet und sich mit sich selbst beschäftigt, oder nach den Motto arbeitet: Ich mache es so lange, bis es etwas wird. Darüber hinaus sind sie sehr ästhetisch, was auch mir immer ein wichtiges Bedürfnis ist und in meinen Arbeiten Priorität hat.  Bei Otfried fühle ich mich verstanden. Ich muss nicht mehr Kunst, Beziehung und Realität trennen. Das hatte ich immer als schizophren empfunden und war damit überfordert. Jetzt steht die Kunst in meinem Leben und in unserer Beziehung im Mittelpunkt und das Leben fühlt sich richtig gut an.

 
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